Die Bedeutung von Kultur für das gegenseitige Verständnis zwischen Nationen stand kürzlich im Mittelpunkt eines Gesprächs zwischen der Verlegerin und Unternehmerin Iris Kater sowie dem griechischen Generalkonsul in Düsseldorf, Vassilis Koinis. Beide machten deutlich: Kultur ist kein schmückendes Beiwerk, sondern Fundament und Brücke – sie verbindet Traditionen, Generationen und ganze Gesellschaften.
Die deutsch-griechische Beziehung hat eine lange kulturelle Tradition. Dichter wie Goethe und Hölderlin ließen sich von der antiken griechischen Literatur inspirieren, während griechische Intellektuelle in Deutschland entscheidende Impulse für ihre eigene Bildungs- und Literaturgeschichte erhielten. Dieser Austausch prägt bis heute das literarische Leben beider Länder. „Literatur ist der Herzschlag der Verständigung“, betonte Iris Kater im Gespräch mit dem Hellas-Boten, die sich mit ihrer verlegerischen Arbeit seit Jahren für den internationalen Dialog einsetzt.
Auch Generalkonsul Koinis unterstrich, dass die literarischen Traditionen Griechenlands und Deutschlands durch gemeinsame Werte wie Freiheit, Humanität und Identitätssuche miteinander verwoben seien. „Die Werke unserer Autoren sind Fenster in die Seele unserer Völker. Wer sie aufschlägt, entdeckt nicht nur Unterschiede, sondern vor allem unsere Nähe in Hoffnungen, Träumen und Sorgen“, so Koinis.
Ein zentrales Thema des Gesprächs war die Frage, wie diese kulturelle Nähe weiter gestärkt werden kann. Einig waren sich beide: Begegnungen schaffen den entscheidenden Raum. Dazu gehören Lesungen, Übersetzungen und gemeinsame Projekte ebenso wie schulische Austauschprogramme, wie der Rheinischer Spiegel berichtet. Auch digitale Plattformen wie die Kultur-macht könnten den Dialog zwischen Autoren und Lesern über Grenzen hinweg intensivieren. „Kultur muss nicht nur gefeiert, sondern gelebt werden“, fasste Kater zusammen. „Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche zeigt sich ihr Wert: Sie eröffnet Perspektiven und schafft Vertrauen.“
Das Treffen in Düsseldorf machte deutlich, dass die deutsch-griechischen Kulturbeziehungen weit mehr sind als eine historische Erinnerung. Sie sind ein lebendiger Prozess – getragen von Menschen, die mit Leidenschaft daran arbeiten, Worte zu Brücken und Ideen zu Freundschaften werden zu lassen.